Öffentliche Ausschreibung
Entwicklung von drei digitalen Lernmodulen zur Berufsorientierung
Gegenstand der Ausschreibung
Umsetzung der Lernmodule für den digitalen Methodenkoffer
Der digitale Methodenkoffer wird um drei digitale Lernanwendungen erweitert. Es handelt sich um Methoden, die berufswahlbezogene Reflexionsprozesse auf digitale Art und Weise anleiten und unterstützen. Der Visualisierung von persönlichen Werten und Annahmen kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Die Lernangebote müssen so konzipiert und umgesetzt sein, dass sie auf verschiedenen Geräten abrufbar sind, wobei der Grundsatz „mobile first“ gilt. Denn die Jugendlichen sollen in die Lage versetzt werden, von überall auf diese Angebote zugreifen zu können. Ebenso muss es möglich sein, diese in einem Unterrichtskontext oder der Förderarbeit in kleinen Gruppen im Rahmen von Bildungsgängen zur Verfügung zu stellen.
Um den Nutzer/-innen einen persönlichen Zugang zu den Inhalten zu erleichtern, muss allen drei Modulen jeweils eine kurze Personalisierung, beispielsweise in Form eines Avatars/Emoji, vorangestellt werden. Dabei muss die Form der Personalisierung für jedes Modul individuell gestaltet sein. Die Personalisierung und eigenständige Gestaltung soll eine Bindung an die Lernangebote schaffen und durch den spielerischen Ansatz die Motivation fördern.
Es handelt sich um die folgenden Themen, die als Web-Anwendungen im responsive Design entwickelt und programmiert werden müssen:
Lernmodul 1: „Was wäre, wenn“
- Zunächst wird eine personalisierte Animation mit einem Szenario, das die sofortige Aufnahme einer Ausbildung oder eines Berufs erforderlich macht, präsentiert. Diese muss für Jugendliche ansprechend gestaltet und animiert werden, damit diese in das Szenario hineingezogen werden. Ziel der Anwendung ist die Antwort auf die Frage: „Wenn du dich morgen für eine Ausbildung oder einen Beruf entscheiden müsstest, wofür würdest du dich entscheiden?“.
- Den Nutzern/ Nutzerinnen wird durch konkrete Vorschläge (werden vom AG vorgegeben) (z. B. „Hast Du mal ein Praktikum gemacht?“ -> Ja -> „Wo?“) dabei geholfen, naheliegende berufliche Optionen bewusst zu machen. Die einzelnen Optionen müssen ansprechend visualisiert werden beispielsweise durch Text, Animationen und/oder Sound.
- Die Optionen, die für die Nutzer/-innen greifbar erscheinen werden im Hintergrund festgehalten und abschließend gesammelt dargestellt.
- Im Anschluss werden die so generierten Optionen reflektiert und bewertet. Dabei sind die Kriterien z.B. wie einfach die Option umzusetzen ist und wie groß die Neigung ist, diese zu wählen.
- Zudem wird für den Fall, dass wenige oder keine Optionen/Ressourcen gesammelt wurden, unter dieser Sammlung auch direkt auf die Seite „Beratung“ von berufenavi. de verlinkt.
- Das Ergebnis kann ausgedruckt oder geteilt werden.
Lernmodul 2: „Sich ins Bild setzen“
- Die Anwendung soll den Nutzer/-innen helfen zu überprüfen, ob sie sich selbst, im wahrsten Sinne, in einem Beruf sehen können. Dazu werden grafisch unterschiedliche Berufsfelder, die dazugehörigen Arbeitsorte und die typische Berufsbekleidung sowie die oben genannte Personalisierung benötigt.
- Die Nutzer/-innen wählen zunächst eines von mehreren Berufsfeldern aus (z. B. Baustelle, Krankenhaus, Hotel [werden vom Auftraggeber vorgegeben]).
- Wenn sie sich für ein Berufsfeld entschieden haben, können sie zwischen unterschiedlichen Arbeitsorten und Bekleidungen dieses Berufsfelds wählen, an/in denen sie sich in Form ihrer personalisierten Platzhalter, positionieren können.
- Anschließend erfolgt eine Abfrage: „Sehe ich mich dort?“ „Passt das zu mir?“ etc.
- Als Endprodukt erhalten die Nutzer/-innen eine Übersicht der Berufsbilder /Arbeitsszenen mit den dazugehörigen Antworten auf die Abfrage.
- Das Ergebnis kann ausgedruckt oder geteilt werden. Hier müssen auch die einzelnen Bilder, die im Verlauf entstanden sind, einzeln geteilt werden können.
Lernmodul 3: „Etappen des Lebenswegs“
- Ziel der Anwendung ist, den Nutzer/-innen mögliche Kontraste zwischen dem eigenen Lebensentwurf und den vermuteten Erwartungen relevanter Bezugspersonen an ihren Lebensentwurf bewusst zu machen.
- Es wird ein Weg, Zeitstrahl oder ähnliches, das den Lebenslauf verbildlichen kann, grafisch dargestellt.
- Der “Lebensweg” wird von den Jugendlichen mit für sie bedeutsamen biografischen Markern versehen. Die Visualisierung muss optisch ansprechend umgesetzt und intuitiv nutzbar sein. Hierbei wird auch die o. g. Personalisierung aufgegriffen.
- Die biografischen Marker werden ausgewählt und in eine Reihenfolge gebracht oder interaktiv verschoben. Sie bestehen aus Elementen und Aussagen, die im Rahmen des Berufsorientierungs- und Berufswahlprozesses von Bedeutung sind, aber auch Meilensteine im Privatleben einer Person darstellen können.
- Mögliche Marker wären zum Beispiel:
> „berufliche Schritte” (aufgeschlüsselt in z.B. „Ausbildung“, „Studium“ „FSJ“, “ein Unternehmen gründen”, “sich selbstständig machen”)
> Karriere machen
> Finanzielle Unabhängigkeit (schuldenfrei leben)
> eigene Wohnung/ eigener Haushalt
> glückliche Beziehung, Heirat, Familiengründung
> “Konsumgüter“ (aufgeschlüsselt z.B. als „eigenes Auto“)
> “Lebensfreude“(aufgeschlüsselt z.B. als „erfüllte Freizeit”, “Musikevents besuchen”, “ein Instrument lernen”, “einen großen Freundekreis haben”, “gute Freunde haben”, “sportliche Erfolge”, “ein Haustier besitzen”)
> Erfahrungen (z.B. “Reisen”, “Sprachen lernen”, “besondere Erlebnisse, wie Bungeejumping etc.” “freiwilliges Engagement”, “politisches Engagement”, “ein Buch schreiben”)
> etc.
- Irrelevante Marker können von den Nutzern/ Nutzerinnen aus dem Vorrat/dem Lebensweg gelöscht werden, müssen also nicht zwingend platziert werden.
- Anschließend beschreiben die Nutzer/-innen den Lebensweg - diesmal aber denjenigen, den sich die eigenen Eltern (vermutlich) für den Nutzer/ die Nutzerin wünschen/vorstellen.
- In einem dritten Durchgang wird nochmals ein potentieller Lebensweg erstellt. Diesmal geht es darum, einen aus Nutzer/-innensicht wünschenswerten Lebenspfad für den besten Freund/ die beste Freundin zu gestalten.
- In einem nächsten Schritt müssen Übereinstimmungen/Abweichungen zwischen den drei Pfaden sichtbar gemacht werden.
- Die Übung muss um eine Feedbackebene ergänzt werden, damit die Jugendlichen die tatsächlichen Meinungen (der Eltern beispielsweise) abfragen können und folglich mit ihren Annahmen abgleichen können, wenn sie möchten. Das Modul muss aber auch ohne diese zusätzliche Option bereits eine Ergebnisseite generieren.
- Das Ergebnis kann ausgedruckt oder geteilt werden.
Art des Auftrags
Dienstleistung
Erfüllungsort (Bundesland):
Nordrhein-Westfalen
Die Ausschreibung ist bereits beendet, weil die Angebotsfrist abgelaufen ist.
Eine Bewerbung um diesen Auftrag ist nicht mehr möglich.
Auftraggeber
53175 BonnKontaktdaten des Auftraggebers
FreischaltenAngebotsfrist: 14.11.2022
Ausführliche Beschreibung des Auftrags
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