Öffentliche Ausschreibung
Vergabe Patientenportal
Gegenstand der Ausschreibung
Gegenstand des Vergabeverfahrens ist die Beschaffung eines Patientenportals.
Der Auftraggeber beabsichtigt die Einführung eines Patientenportals. Dieses soll zur Verbesserung der internen sowie intersektoralen Kommunikation dienen. Zusätzlich soll der Patient, unter Berücksichtigung der EU-DSGVO, sowie der Informationssicherheit nach dem Branchenspezifischen Sicherheitsstandard für die Gesundheitsversorgung im Krankenhaus (B3S), im Kommunikationsprozess involviert werden. Dadurch soll der Austausch von Informationen zwischen den Leistungserbringern und -empfängern effizienter abgebildet werden. Resultierend daraus ist das langfristige Ziel den Aufnahmeprozess zu verschlanken und die Patientenadministration zu entlasten. Außerdem sollen die internen Ressourcen durch die Lösung sowohl in administrativen wie auch versorgenden Prozessen entlastet werden. Im Weiteren sollen die unternehmensinternen Prozesse optimiert und diese mittels einer Softwarelösung bestmöglich digital unterstützt werden.
Die zu beschaffende Lösung soll dabei eine Lizenzlaufzeit von drei Jahren, beginnend am Tag nach der Abnahme des Gesamtsystems, besitzen sowie weitere Verlängerungsoptionen.
Als zentrales Element unterstützt das Portal unter anderem das Behandlungsmanagement, das Aufnahme- und Entlassmanagement und die elektronische Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen. Zu diesem Ziel soll eine höhere Vernetzung innerhalb des Gesundheitswesens und eine Verbesserung der Patientenversorgung erfolgen. So ist eine vorgeplante Einweisung möglich und sowohl das Terminmanagement, als auch das Überweisungsmanagement erfolgt direkt im Patientenportal, sodass die Patienten keine Papierunterlagen zur Behandlung mitbringen müssen. Die Online-Überweisungsscheine, sowie die hochgeladenen Behandlungsunterlagen sind bereits im Portal hinterlegt. Das Patientenportal soll ortsunabhängig einen zentralen, elektronischen Zugang zu Ressourcen aus verschiedenen Quellen ermöglichen. Das Patientenportal soll einen Überblick über verfügbare Informationen und den personalisierten Zugriff gewähren. Es soll dazu dienen, Prozessabläufe zu optimieren unter Berücksichtigung der Informationssicherheit. Es muss ermöglichen, dass die verschiedenen Bedürfnisse der Nutzer dynamisch generiert und angepasst werden.
Die Integration verschiedenster Anwendungen, wie eMail, Push-Nachrichten, spielen eine entscheidende Rolle. Daten aus verschiedensten Systemen müssen im- und exportiert werden können und so einen vollständigen Überblick gewähren. Benutzerverwaltung und Rollenverteilung sind Voraussetzung. Sämtliche aktuellen IT-Sicherheitsnormen müssen erfüllt werden.
Großer Wert wird gelegt auf die Integration zum Clinical Data Repository (kurz CDR). Daten aus dem KIS werden automatisch ins CDR übertragen und importierte Daten externer Leistungserbringer können ins CDR übernommen werden. Mit dem CDR will der Auftraggeber das Konzept "Single Point of Truth" umsetzen. Das Patientenportal des Anbieters muss sich dementsprechend an die vorgegebene Systemlandschaft anpassen. Das betrifft nicht nur die Einrichtung der Schnittstelle, sondern auch Wartung und Pflege. Schnittstellen entwickeln sich mit der Zeit weiter. Mit jedem Update kann sich die Schnittstellen-Spezifikation ändern. Daher muss der Anbieter nach jedem Release überprüfen, ob der Datenaustausch noch einwandfrei funktioniert und gegebenenfalls nachbessern.
Alle erfassten Daten müssen strukturiert zur Verfügung stehen, um sie auch in nachgelagerten Prozessschritten sowie für die Patient*innen nach dem Aufenthalt in gesetzlich geforderter Form verfügbar zu machen.
Die Lösung muss sich in die bestehende und sich fortwährend weiterentwickelnde Systemlandschaft mittels FHIR-Schnittstellen einfügen und die Vorgaben des Krankenhauszukunftsgesetzes hinsichtlich Interoperabilität erfüllen. Ein zentraler Bestandteil der zukünftigen Systemlandschaft wird ein Clinical Data Repository sein, welches strukturiert mit den Daten des Patientenportals gefüllt werden soll. Anzubieten ist die Lösung als on-premise-Lösung.
Art des Auftrags
Dienstleistung
Erfüllungsort (Bundesland):
Baden-Württemberg
Die Ausschreibung ist bereits beendet, weil die Angebotsfrist abgelaufen ist.
Eine Bewerbung um diesen Auftrag ist nicht mehr möglich.
Auftraggeber
73230 Kirchheim unter TeckKontaktdaten des Auftraggebers
FreischaltenAngebotsfrist: 09.01.2023
Ausführliche Beschreibung des Auftrags
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